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Ende der Reise / Our Trip is over!

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Deutsch / English Angekommen Es ist wirklich wahr: 162 Tage waren wir nun unterwegs, haben aus dem Koffer (oder besser gesagt: dem Rucksack) gelebt und hatten kein Zuhause. Ohne Wohnsitz zu sein, verleiht ein besonderes Gefühl der Freiheit. Die Bilanz: 9 Länder haben wir bereist, in 36 verschiedenen Betten haben wir geschlafen, und sind insgesamt mehr als 10.000 Kilometer auf dem Landweg gereist. Den einzigen Flug nicht mitgerechnet. Zweimal waren wir für jeweils 14 Tage in Quarantäne, überhaupt war vieles wegen Corona anders als im Vorfeld geplant. Trotzdem – oder gerade deswegen? – sind wir stolz und glücklich, uns diese Auszeit genommen zu haben. Viele Reiseziele scheinen nun unerreichbar zu sein; wir durften sie aber besuchen und hatten das Glück, Südostasien und vor allem China so zu bereisen, wie es wohl in naher Zukunft erst einmal nicht mehr möglich sein wird. Südosteuropa so „leer“ zu erleben, war ebenfalls eine ganz einzigartige Erfahrung. Und zu sehen, wie schön es hier im ...

Von China nach Deutschland: Fliegen in Corona-Zeiten / From China to Germany: Flying in times of Corona

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Deutsch / English Die Rückreise aus China Der internationale Flughafen Pudong ist fast menschenleer, als wir ihn gegen 21 Uhr betreten . Eine einzige Eingangstür ist überhaupt geöffnet, und an der großen Anzeigetafel in der Abflughalle wird genau ein einziger Flug angezeigt, nämlich unserer. An den drei geöffneten Check-In-Schaltern stauen sich die Handvoll Passagiere, offenbar wird wirklich jeder Reisepass genau überprüft. Da wir einen deutschen Pass haben, gibt es für uns beim Flug nach Frankfurt keine weiteren Fragen. Wir geben unser Gepäck auf – das auf wundersame Weise im Vergleich zu unserer Abreise aus Singapur vor vier Monaten hier in Shanghai um genau 20 Kilogramm angewachsen ist – und machen uns auf den Weg zum Sicherheitscheck. Ein (fast) verlassener Flughafen Die Hallen sind gespenstisch leer, überall sehen wir verwaiste Schalter, ein paar vermummte Flughafenmitarbeiter patrouillieren durch die Gänge. Bei der Passkontrolle braucht es die am Boden angebrachten Abstandsmark...

Übersetzungen aus dem Chinesischen / Translations from Chinese

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Deutsch / English Übersetzungen mit Spaßfaktor Wir können gar nicht oft genug erwähnen, wie hilfreich es ist, ein Handy mit einer Übersetzungs-App in China zur Hand zu haben. Auch nachdem ich zumindest die wichtigsten Brocken Chinesisch gelernt habe („Wie viel kostet das?“ und „Zwei Bier, bitte“), hatten wir ständig das Telefon in der Hand, um vom Busfahrplan bis zur Speisekarte alles mit der Kamera einzuscannen. Das funktioniert dank SIM-Karte und perfekter Netzabdeckung wirklich überall erstaunlich gut – und manchmal aber auch erstaunlich schlecht. Das liegt dann aber nicht an einer miesen Verbindungsqualität, sondern schlichtweg an der Unmöglichkeit, chinesische Schriftzeichen ohne Zusammenhang zu übersetzen. Viele Schriftzeichen haben gleich mehrere Bedeutungen, und erst im Satzbau wird klar, was gemeint ist. Diese Transferleistung zwingt selbst die beste Übersetzungs-Software in die Knie – und führt teilweise zu haarsträubenden „Translation Fails“, über die wir jedes Mal herzlic...

Beobachtungen in China, Teil 2 / Observing Everyday Life in China, Part 2

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Deutsch / English Beobachtungen in China*, Teil 2 Hier gehts zu Teil 1. Verkehr: Elektroroller… Die Dichte von Elektrorollern im Straßenverkehr ist hoch. Fast jeder hat so ein Gefährt, das hier für wenig Geld an jeder beliebigen Straßenecke zum Verkauf angeboten wird. Die kleinen Flitzer sind leise, wendig – und notfalls können dort sowohl bis zu drei Personen als auch große Lasten transportiert werden. Verkehrsregeln gelten für die Roller nicht. Ist die Straße mal zu voll, wird eben auf dem Gehweg gefahren, ohne Rücksicht auf Fußgänger und in unverminderter Geschwindigkeit. Manche Gehwege sind derart zugeparkt mit den Gefährten, dass kaum ein Durchkommen ist. Da es in China zumindest in der einen Jahreshälfte empfindlich kalt werden kann, hat jeder Roller eine extra dafür angefertigte Wintermontur, bestehend aus einer Art Cape mit am Lenker befestigten Handschuhen. Wind- und Wasserdicht und mollig warm – eine geniale Erfindung, die ich gerne für mein Fahrrad hätte! … und Fahrräder Ab...

Our Last Days in Shanghai

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Deutsch / English Shanghai: Die letzten Unternehmungen Erneut dürfen wir viel Familienleben schnuppern. Titus geht nun schon in der dritten Woche in Folge zum Kung Fu-Trainin g, und bewegt sich völlig selbstverständlich mit dem geliehenen Tretroller im Compound. Sein Bewegungsdrang und die Freude darüber, sich alleine mit Freunden auf dem Spielplatz auszutoben, sind immens. Wie die Äffchen klettern die Kinder auf Bäume, abends sind die Beine jedes Mal ordentlich zerschrammt. Norman und ich genießen derweil Kaffee, Kuchen und auch Sekt, es fühlt sich fast schon wie eine Routine an, dieser donnerstägliche Ausflug nach East Xujing. Wir sind uns alle einig: Daran würden wie gerne festhalten. Immerhin dehnen wir die noch zur Verfügung stehende Zeit aus, so gut es geht. Aus den Nachmittagstreffen werden bald noch zusätzliche Abendessen, und Carina serviert uns tatsächlich Spargel. Den haben wir seit drei Jahren nicht mehr gegessen, denn in Singapur wird weißer Spargel ausschließlich aus Deu...