Ende der Reise / Our Trip is over!
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Angekommen
Es ist wirklich wahr: 162 Tage waren wir nun unterwegs, haben aus dem Koffer (oder besser gesagt: dem Rucksack) gelebt und hatten kein Zuhause. Ohne Wohnsitz zu sein, verleiht ein besonderes Gefühl der Freiheit.
Die Bilanz: 9 Länder haben wir bereist, in 36 verschiedenen Betten haben wir geschlafen, und sind insgesamt mehr als 10.000 Kilometer auf dem Landweg gereist. Den einzigen Flug nicht mitgerechnet.
Zweimal waren wir für jeweils 14 Tage in Quarantäne, überhaupt war vieles wegen Corona anders als im Vorfeld geplant. Trotzdem – oder gerade deswegen? – sind wir stolz und glücklich, uns diese Auszeit genommen zu haben. Viele Reiseziele scheinen nun unerreichbar zu sein; wir durften sie aber besuchen und hatten das Glück, Südostasien und vor allem China so zu bereisen, wie es wohl in naher Zukunft erst einmal nicht mehr möglich sein wird.
Südosteuropa so „leer“ zu erleben, war ebenfalls eine ganz einzigartige Erfahrung. Und zu sehen, wie schön es hier im Sommer ist und wie problemlos das Reisen auch ohne Auto funktioniert, hat uns sehr darin bestärkt, dass wir auch ohne Flugreisen in den kommenden Jahren genug Urlaubsziele finden. „Zum Glück“ haben wir Europa bislang kaum erkundet!
Dass wir einige Länder gar nicht besuchen konnten, ist zwar schade – aber so haben wir noch ein paar Reiseziele vor uns, falls wir irgendwann noch einmal für ein paar Wochen am Stück losziehen können.
Wir sind als Familie enger zusammengewachsen, haben wir doch fünfeinhalb Monate Tag und Nacht miteinander verbracht. Am Ende sehnte Titus sich unmissverständlich nach anderen Bezugspersonen (vor allem den Großeltern) und anderen Kindern. Immer wieder hatten wir auch mit der Sehnsucht nach Singapur, den Lieben dort und der gewohnten Umgebung zu kämpfen.

Wie ich in meinem Instagram-Post vor ein paar Tagen bereits schrieb: Irgendwann bricht sich der Wunsch Bahn, wieder ein eigenes Zuhause zu haben. Alltagsroutinen werden verklärt und herbei gesehnt, und ich wünsche mir, endlich meine Kleidung wieder aus den Packbeuteln auspacken und dauerhaft in einem Schrank verstauen zu dürfen. Auch das Gefühl, einen Hausschlüssel sein Eigen nennen zu dürfen, fühlt sich erstaunlich verlockend an.
Am 1. August ist es dann soweit: Wir übernehmen unsere „alte“ Wohnung wieder. Nach drei Jahren zieht unser Mieter aus. Wir nehmen den Container in Empfang, der nun nach acht Wochen auf See mehrere Monate eingelagert wurde. Ich bin sehr gespannt, ob unsere Besitztümer die lange Reise gut überstanden haben!
Finanzen:
Wir haben gut kalkuliert: Insgesamt haben wir pro Tag durchschnittlich 103 Euro ausgegeben. Darin enthalten sind sämtliche Ausgaben für drei Personen. Damit sind wir im eingeplanten Budget-Rahmen geblieben.
Den größten Anteil der Kosten haben Übernachtungen und Restaurantbesuche ausgemacht, mit etwas über 51 Prozent der Ausgaben. Sämtliche Transporte – mit Zug, Bus, Schiff oder U-Bahn – haben rund 10 Prozent der Gesamtkosten verursacht. Der Rest verteilt sich auf Eintritte zu Sehenswürdigkeiten, Unternehmungen, Einkäufe, SIM-Karten, Wechselgebühren, Auslandskrankenversicherung und Visums-Gebühren.
Die App „Travelspend“ hat uns sehr dabei geholfen, den Überblick über sämtliche Ausgaben zu behalten. Praktisch ist die Umrechnungsfunktion, die jeden Eintrag, egal in welcher Währung, in der Gesamtstatistik in Euro (oder eine andere Landeswährung) umrechnet.
Deutsch /
English
Arrived
It’s really true: For 162 days we have been on the road now, living out of a suitcase (or better: a rucksack) and having no home. Being without a permanent residence gives a special feeling of freedom.
The balance: we have travelled 9 countries, slept in 36 different beds, and travelled a total of more than 10,000 kilometres by land. Not counting the one and only flight we had to take.
Twice we had to go in quarantine for 14 days each time, and because of Corona many things have been different from what we had planned in advance. Nevertheless – or just because of that? – we are proud and happy to have taken this time out. Many destinations seem to be unreachable now; but we were allowed to visit them and were lucky to experience South East Asia and especially China in a way that will probably not be possible in the near future.
To experience South East Europe so “empty” was also a very unique experience. And to see how beautiful it is here in the summer and how easy it is to travel without a car has given us great encouragement that we will find enough holiday destinations in the coming years even without air travel. “Fortunately” we have hardly explored Europe at all so far!
It’s a pity that we couldn’t visit some countries at all – but that way we still have a few destinations ahead of us, in case we can go on another trip for a few weeks at a time.
We have grown closer together as a family, having spent five and a half months together day and night. In the end, Titus unmistakably longed for other caregivers (especially the grandparents) and other children. Again and again we also had to struggle with the longing for Singapore, the loved ones there and the familiar surroundings.

As I wrote in my Instagram post a few days ago: At some point the desire to have a home of our own again became overwhelming. Everyday routines are transfigured and yearned for, and I wish I could finally unpack my clothes from their bags and store them permanently in a closet. Also the feeling of being allowed to call a house key one’s own feels surprisingly tempting.
On August 1st the time has come: We will take over our “old” apartment again. After three years our tenant moves out. The container will be delivered, which after eight weeks at sea has now been stored for several months. I am very curious whether our possessions have survived the long journey well!
Finances:
We have calculated well: Overall we spent an average of 103 Euros per day. This includes all expenses for three people. This means that we have remained within the planned budget.
Overnight stays and restaurant visits made up the largest share of the costs, with just over 51 percent of the expenditure. All transport – by train, bus, ship or underground – accounted for around 10 percent of the total costs. The remainder is divided between admissions to attractions, activities, shopping, SIM cards, exchange fees, foreign health insurance and visa fees.
The “Travelspend” app was a great help in keeping track of all the expenses. A practical feature is the conversion function, which converts every entry, no matter what currency it is in, into euros (or any other national currency) in the overall statistics.
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